Schutzengel mit Warnweste und Kelle

Schülerlotsen der ersten Stunde: Klaus Rösner, Rolf Aulitzky und Ursula Keil. Sie feierten mit den Schülern Thilo und Clara Groß den 50. Geburtstag des Schüler- und Elternlotsdienstes in Laboe. Foto Astrid Schmidt

 

LABOE. 50 Jahre Schüler- und Eltern-Lotsdienst – dieses Jubiläum wurde am Freitag in Laboe gefeiert. Dass dies etwas ganz Besonderes ist bestätigten nicht nur Schulleitung und Kreisschulrat, sondern auch Stefan Kalinowski von der Polizei. Eine schöne Idee dazu hatten die Kinder selbst: Ihre Schule soll künftig von Autofahrern besser wahrgenommen werden. Dafür hatten Thilo und Clara Groß mit ihren Eltern mannshohe Figuren gebaut, die nun auf die Schule hinweisen sollen. Dass dies eine besondere Feierstunde war, zeigte die liebevolle Bewirtung der Gäste. Denn die Schüler servierten Schnittchen und Getränke, hatten ein Lied einstudiert und wollten so einmal Danke sagen an die Eltern, die sich täglich darum kümmern, dass alle Grundschüler sicher über die Straße gelangen. 1967 gründeten engagierte Lehrer und Eltern den Schülerlotsdienst für die damalige Grund- und Hauptschule. Bis 1990 übernahmen Schüler der achten und neunten Klasse die Aufgabe der Verkehrssicherung am Zebrastreifen. Mit Auflösung der Hauptschule in Laboe sprangen dann die Eltern in die Bresche. Eine der ersten, die damals als Schülerlotsen schon dabei waren, sind Rolf Aulitzky und Ursula Keil. Sie wurden als Gründungsmitglieder in der kleinen Feierstunde besonders hervorgehoben. Ebenso wie Schulsekretärin Inge Bauer, die sich um die Einsatzpläne für den Schüler- und Elternlotsdienst kümmert, nicht ohne auch immer wieder an die Bereitschaft der Eltern zu appellieren, wie Schulleiterin Claudia Telli betonte. Auch Sabine Schuldt habe sich seinerzeit als Lehrkraft in besonderer Weise für den Lotsdienst eingesetzt, so Telli weiter. Dass sich diese Einrichtung über fünf Jahrzehnte gehalten und bewährt hat, zeigte auch, dass unter anderem Klaus Rösner, damals Schülerlotse, heute „Opa-Lotse“ mit von der Partie ist. Ein „ganz besonderes Engagement und eine tolle Leistung“, bestätigte auch Kreisschulrat Stefan Beeg. Ebenso wie Stefan Kalinowski, der bei der Polizei seit 1998 selbst Schüler-, und dann eben auch Elternlotsen, ausbildet. „Natürlich haben die Elternlotsen nicht die Befugnis der Polizei, sie begleiten die Schüler lediglich und müssen waren, dass die Autofahrer anhalten. Aber wenn dort jemand mit Warnweste und Kelle steht, reagieren die Autofahrer anders“, erklärte er. Einig waren sich alle Redner: „Wir wünschen uns, dass das so weiter geht“. asc 

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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