Tante Frida muss wieder her

Nichte Ursula (Jana Tresp) drückt ihrer "Tante Frida" (Asmus Finck-Stoltenberg) "so`n lütten Söten" auf.

Laboe. Petrus gifft Urlaub ist der Titel des Dreiakters, den die Laboer Lachmöwen in ihrer neuen Spielzeit auf die Bühne bringen. Der Vorhang hebt sich erstmals am 20. Januar, 20 Uhr, im Theater im Kurpark, weitere 27 Aufführungen folgen bis Ende März. Regie in diesem Schwank von Fritz Wempner führt Katharina Butting aus Plön. Tja, das ist gar nicht so leicht mit den Erfindungen. Da kann einer noch so ein kluger Kopf sein, wie Bauer Knut Thomsen (Christian Becker), doch ohne Geld helfen die pfiffigsten Ideen nicht weiter. Schon lange tüftelt der gelernte Maschinenbauer in seiner Freizeit an dem Super-Multifunktionsgerät herum. Er ist sicher: Diese Maschine bringt den Durchbruch in der Landwirtschaft. Nachbarin Emma Petersen (Traute Steffen) ist von diesem Spleen dann auch gar nicht begeistert. Sie drängt den jungen Bauern zur Hochzeit mit ihrer Enkelin (kommt als Person nicht vor). Doch Knut hat ein Geheimnis, das nun durch einen dummen Zufall, der allerdings schöne Augen und lange Beine hat, aufzufliegen droht. Denn Ursula (Jana Tresp), die Nichte der in Wirklichkeit längst verstorbenen Tante Frida, kündigt ihren Besuch an. Da ist guter Rat teuer, denn Knut hat die monatlichen Zuwendungen der Schwester seines Vaters (Günther Steffen) weiter bezogen und daraus seine Erfindung finanziert. Da kommt dem Knecht Fiete (Asmus Finck-Stoltenberg) und seinem Freund Hein (Jan Steffen) die scheinbar rettende Idee: Sie lassen Tante Frida wieder auferstehen (zauberhaft: Asmus Finck-Stoltenberg als liebenswürdige alte Dame). Doch das Ganze entpuppt sich als schwieriger als gedacht. Schließlich kommt da noch der Ingenieur Koopmann (Matthias Dehn) ins Spiel, der ein Auge auf Ursula geworfen hat. Und auch Stine (Angela Tafel), die Freundin von Fiete, wird langsam argwöhnisch. Denn nur allzu gern lässt sich „Tante Frida“ von der neu entdeckten Nichte „so’n lütten Söten“ aufdrücken. Zudem sind sich Knut und Ursula auf Anhieb sympathisch, allerdings sind sie ja Cousin und Cousine. Eine Herausforderung in diesem Stück ist zweifelsfrei die Doppelrolle für Asmus Finck-Stoltenberg, der blitzschnell umschalten und sich von einem Moment zum anderen in seine weibliche Rolle hineinfinden muss. „Es war einfacher als erwartet“, erzählte er während der Proben. Auch die Verwandlung hinter der Bühne gelinge von Probe zu Probe schneller. „Wir haben ja nicht viel Zeit, das muss alles zügig gehen“, sagte er. Regisseurin Katharina Butting betonte, ein Ziel sei es auch, nicht nur einfach ein Stück zum Lachen zu zeigen. „Wir wollen auch in die Tiefe gehen, Geschichten über Liebe und Freundschaft erzählen, die hier auf verschiedenen Ebenen angeordnet sind“, so Butting. Für das Bühnenbild sorgte mit viel Liebe zum Detail Sönke Schnoor.Karten gibt es im Internet unter www.lachmoewen.de oder unter Tel. 04343/4946-440.

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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