15 Aktive fehlen bis zur Sollstärke

Die Bauarbeiten für die Erweiterung der Fahrzeughallen der Freiwilligen Feuerwehr Laboe sind angelaufen.

Laboe. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Laboe haben in ihrer Jahreshauptversammlung auf ein turbulentes Jahr zurückgeblickt. Wehrführer Kurt Jahn zog zwar eine positive Bilanz (68 Einsätze). Großes Thema bleibt aber die Mitgliederwerbung, 15 Aktive fehlen bis zur Sollstärke. Jahn erinnerte auch an die Querelen zwischen Gemeinde und Feuerwehr. Wie berichtet hatten strittige Auffassungen über Abrechnungsmodalitäten zum Rücktritt des stellvertretenden Wehrführers Volker Arp geführt. Das „ganze Jahr 2017“ sei gelaufen, ohne dass die Wehr einen stellvertretenden Gemeindewehrführer hatte, so Jahn. Und so geht die Freiwillige Feuerwehr Laboe auch in das neue Jahr. Denn Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst konnte keinen Wahlvorschlag verkünden. Es sei aber auch nicht Sache der Gemeinde, sich in die Suche nach einem Kandidaten für den wichtigen Posten einzumischen, sagte sie. Mordhorst betonte die hohe Wertschätzung der ehrenamtlichen Leistungen durch die Gemeinde und zugleich ihren eigenen Beitrag zu deren Unterstützung. „Wir tun wirklich viel dafür“, sagte sie. Für Ärger hatte im vergangenen Jahr ein Wasserschaden im Feuerwehrgerätehaus gesorgt. Es sei das zweite Mal seit der Übernahme des Gebäudes im Jahr 2000, dass eine Wasserleitung im Fußboden der Einsatzumkleideräume ein Leck geschlagen habe, erinnerte Jahn. Allerdings seien die Kosten durch die Versicherung übernommen worden. Postiv: Die Arbeiten für den geplanten Hallenanbau seien angelaufen, allerdings nicht ohne „reichlich Unstimmigkeiten mit dem Architekten“, wie Jahn erklärte. Er hoffe, dass sich dies nicht über die gesamte Bauphase erstrecke. Es sei von Vorteil, dass die Bürgermeisterin bei Baubesprechungen vor Ort gewesen war, sagte der Wehrführer. Eingetroffen sei auch das Notstromaggregat für Großschadenslagen, das bis zur Fertigstellung des Hallenanbaus auf dem Bauhof gelagert werde, berichtete der Wehrführer. Es habe Gespräche mit der Bürgermeisterin zur Notstromeinspeisung in der Turnhalle gegeben, die Kosten seien leider höher als geplant. Daher werde die Installation erst in diesem Jahr beginnen, so Jahn weiter. Das Feuerwehrhaus sei nun auch mit stationärem Digitalfunk ausgerüstet. Ein großer Dank für die „vielen geleisteten Stunden“ dafür ging an Zugführer und EDV-Wart Stefan Jahn. Er habe sich erneut als Planer, „kostenloser Architekt“ und „kostenloser Handwerker“ erwiesen und der Gemeinde durch Eigenleistung aller Beteiligten „einiges an Kosten“ erspart. „Wenn alle Arbeiten abgeschlossen sind, sind wir auch in der Lage, Großschadenslagen zu koordinieren“, Jahn. Damit nicht genug. Er wies auch auf die neue Videoüberwachung hin, die in Folge eines Einbruchs installiert worden war – auch von EDV-Fachmann Stefan Jahn. 48 Aktive leisten ihren Dienst in der Feuerwehr Laboe, die Soll-Stärke liegt bei 63 Aktiven. Jahn appellierte mit Nachdruck an die Gemeinde und alle Ortspolitiker, sich stärker in Sachen Mitgliederwerbung einzubringen. Außerdem: Es soll nach einem Jahr Pause nun wieder ein Sommerfest geben.

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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