Klares Ja für kleine Obstwiese

Ich übernehme für die kleine Obstwiese die Verantwortung und werde mich um Baumpatenschaften kümmern. Michael Meggle (Grüne Aktive Laboe)

Eine kleine Obstbaumwiese soll auf der derzeit wild bewachsenen Fläche am Bolzplatz/Heikendorfer Weg/Ecke Stoschstraße entstehen. Diesem Antrag der Grünen Aktiven Laboe (GAL) folgten die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt, Liegenschaften und Energie in ihrer Sitzung einstimmig. Der Entscheidung ging eine kontroverse Diskussion um die Pflegearbeiten voraus. Klar war am Ende: Der Bauhof soll davon frei gehalten werden, der sei ohnehin bereits überlastet, so waren sich alle Fraktionen einig. Baumpatenschaften wurden als Alternative allerseits begrüßt.  Er übernehme dafür die Verantwortung und werde sich um die Baumpatenschaften kümmern, versicherte Michael Meggle. Er hatte für die GAL den Antrag gestellt, die derzeit ungenutzte Freifläche entlang der Stoschstraße mit Obstbäumen zu bepflanzen. Der Platz reiche schätzungsweise für vier Bäume, so Meggle. Damit werde zum einen der Mähaufwand für den Bauhof verringert, zum anderen könne das Obst von jedermann genutzt werden.  Die (ehemals „grüne“) SPD-Vertreterin Inken Kuhn hielt dagegen, es gebe bereits auf anderen Streuobstwiesen ausreichend Obstbäume. Zudem sei zu beobachten, dass in vielen Gärten Äpfel herabfallen und gar nicht gepflückt würden. Zudem könne sie den verringerten Aufwand für den Bauhof nicht erkennen. Ihr Fraktionskollege Hermann Fiege hingegen begrüßte die Idee mit dem Hinweis darauf, dass der Bauhof nicht zu Pflegearbeiten herangezogen werden dürfe. „Der ist bereits überlastet“, sagte Fiege. Dem stimmten auch die LWG und die CDU zu. Ulrike Nowack (Grüne) wies darauf hin, dass bei Streuobstwiesen ein Pflege- oder Ertragsschnitt überflüssig sei. Aus beiden Fraktionen wurde angeregt, die Bäume in die Obhut von Baumpaten zu geben, die auch für die Pflegearbeiten zuständig sein sollen. Schließlich stimmten neun Vertreter (auch Inken Kuhn) für die Streuobstwiese, zwei enthielten sich der Stimme. Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst betonte, dass die Fläche nun in Abstimmung mit dem Bauhof bepflanzt werden solle. Sie informierte zudem über Kritik von Bürgern am umgestalteten Neumarker Platz. Dort hatte man im Frühjahr die Fläche „abgemagert“ und mit Kies aufgefüllt, um eine Streublumenwiese zu schaffen. Anwohner beklagten nun die Optik. Die Grünen-Fraktion und die Bürgermeisterin wiesen darauf hin, dass eine solche Anlage längere Zeit brauche, um sich zu entwickeln. Zudem sei es Ziel, nicht nur auf die optische, sondern vor allem auf die ökologische Verbesserung hinzuwirken, so Nowack.  

Quelle: Kieler Nachrichten

 

Zurück