Schnelle Hilfe für Laboer Feuerwehr

Klare Ansage: Die protestierenden Feuerwehrleute empfingen die Gemeindevertreter mit Blaulicht und Transparent

Laboe. Mit Blaulicht sind die Mitglieder und Besucher der Gemeindevertretung kürzlich in Laboe empfangen worden. Der Grund: Die Feuerwehr demonstrierte für ihre Forderung nach einem hauptamtlichen Gerätewart – und das mit Erfolg. In der anschließenden Sitzung stimmten 13 Gemeindevertreter für den entsprechenden Antrag – und damit drei mehr als für den gesamten Haushaltsplan (zehn Stimmen). Ob manch einer insgeheim an den alten Hit Hurra, Hurra, die Schule brennt dachte? Schon von weitem war das Zucken des Blaulichts am Schulgebäude zu sehen. Dabei brannte es nur den Mitgliedern der Wehr unter den Nägeln. Mit zwei Fahrzeugen und einem riesigen Transparent machten sie auf dem Schulhof darauf aufmerksam, dass sie endlich einen hauptamtlichen Gerätewart haben wollen. Nachdem alle Gemeindevertreter und Zuhörer an ihnen vorbei zur Sitzung in die Cafeteria gegangen waren, nahmen dort auch die Feuerwehrleute Platz. Sie mussten lange warten, bis ihr Thema an der Reihe war. Zunächst ging es um die Tagesordnung: Martin Opp (GAL) beantragte, den SPD-Antrag zum Thema „Bezahlbarer, öffentlich geförderter Wohnraum“ von der Liste zu streichen, weil das Papier erst überarbeitet und eine Bedarfsanalyse erstellt werden sollte. Dem schlossen sich LWG und CDU an, sodass der SPD-Antrag mit zehn zu acht Stimmen aus der Beratung herausgenommen wurde. Nach der ausführlichen Diskussion im Werkausschuss begann dann eine erneute Debatte um die Hafengebühren. „Eine Erhöhung um 16 Prozent wird man keinem Hafennutzer vermitteln können“, sagte Beke Schöneich-Beyer (LWG). Laboe werde damit zum teuersten Hafen an der Kieler Förde. Jens Dittmann-Wunderlich (Grüne) rechnete vor, dass es 2018 trotz der Einführung von kostendeckenden Gebühren zunächst sogar noch einmal günstiger werde als 2017, weil erst vom 1. März an Gebühren genommen werden. Horst Etmanski (CDU) regte an, erst später kostendeckende Gebühren einzuführen. Schließlich wurde über die einzelnen Bereiche der neuen Gebührensatzung getrennt abgestimmt. Es gab jeweils Mehrheiten von zehn oder elf Stimmen bei sechs oder sieben Nein-Stimmen aus den Fraktionen der LWG und CDU und einer Enthaltung. Einstimmigkeit erzielt wurde bei der Ermäßigung für Fischer in Höhe von 80 Prozent und beim Gebührenverzicht auf Antrag für Schiffe von Vereinen, die ausschließlich für die Jugendarbeit genutzt werden. Keine längeren Diskussionen gab es mehr zum Wirtschaftsplan 2018 und zum Haushaltsplan 2018. Der Empfehlung der Ausschüsse wurde mit 13 (Wirtschaftsplan) beziehungsweise zehn Stimmen (Haushaltsplan) jeweils bei Nein-Stimmen aus den Fraktionen von LWG und CDU zugestimmt. Es bleibt also dabei, dass die von Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst (SPD) vorgeschlagene weitere Stelle für den Eigenbetrieb aus dem Haushalt gestrichen wurde. Vor der Abstimmung über den Haushalt hatte Inken Kuhn (SPD) aber ihren Antrag auf einen hauptamtlichen Gerätewart für die Feuerwehr wiederholt. Dafür gab es nach kurzer Diskussion 13 Ja-Stimmen, drei Vertreter der CDU stimmten mit Nein, einer enthielt sich ebenso wie ein GAL-Vertreter. Die Feuerwehr konnte also zufrieden abrücken.

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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