VfR Laboe: Engagement lässt zu wünschen übrig

Ihre Treue wurde mit einer Auszeichnung belohnt: Werner Holtfreter (li.) und Michael Schnoor (re.) freuen sich mit Wolfgang Jahn, Hans-Günther Koch und Frank Artkämper (v.l.n.r.)

 Laboe. „Eine Menge zu tun“ – das hätte der Titel der Jahresversammlung des Vereins für Rasensport (VfR) Laboe sein können. Neben eher angenehmen Dingen wie die Wahlen des Vorstands (wo alles beim Alten blieb) und Ehrungen gab es auch einen Blick auf Neuerungen, Verschlechterungen und Verbesserungsvorschläge. Schwungvoll und mit Dichtkunst ehrte der Vorsitzende Michael Schnoor gemeinsam mit seinem Stellvertreter Werner Holtfreter unter anderem Mitglieder des Vereins für ihre 50-jährige Mitgliedschaft. Nicht nur eine Urkunde und die Goldene Ehrennadel, sondern auch eine ordentliche Wurst bekamen die Geehrten Frank Artkämper, Wolfgang Jahn und Hans-Günther Koch überreicht. Anschließend ging es ans Eingemachte. Michael Schnoor berichtete von der immer noch nicht ganz einwandfreien Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Es gibt neben den alten Beschwerden wie Instandsetzung und Mängelbeseitigung auch Reparaturbedarf bei eigentlich frisch sanierten Räumlichkeiten. Dennoch versucht Schnorr auch Positives zu sehen. So sind beispielsweise Renovierungsarbeiten des Sanitärgebäudes begonnen worden und die Gemeinde hat einen Zuschuss für die notwendige Dachsanierung geleistet. Außerdem gibt es vier Container, ehemalige Flüchtlingsunterkünfte, die der Verein ergattern konnte und die nun unter anderem zur Gerätelagerung benutzt werden. Aber auch Sportliches gab Anlass zur Freude. So ist die Zweite Herren-Fußballmannschaft des VfR durch ihre 20 Siege in die B-Klasse aufgestiegen. „Gutes Gelingen für den Klassenerhalt“, heißt es vom gesamten Verein. Außerdem sind auch noch drei Mitglieder anderer Mannschaften zum VfR Twee (zurück-)gewechselt. Trotz einiger Zuwächse ist die Situation um die Jugendarbeit und auch in anderen ehrenamtlichen Bereichen immer noch heikel. Einen Jugendobmann oder eine Jugendobfrau zu finden, gestaltet sich derzeit sehr schwierig. „Die Jugendarbeit ist enorm wichtig und muss intensiver angegangen werden“, betonte der erste Vorsitzende. „Die Jugend muss gefördert werden und wieder zum Fußballspielen begeistert werden. Sonst machen die irgendeinen Murks, wenn man Pech hat“, ergänzte er. „In vielen Bereichen ist das Engagement der Vereinsmitglieder zurückgegangen und das muss sich ändern“, forderte Michael Schnoor.

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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