Höhere Kitabeiträge nicht vom Tisch

Nach Ansicht der Laboer Fraktionen müssen die Kinderbetreuungskosten zurzeit nicht angehoben werden. Foto: Georg Wendt

Die Elternbeiträge für die Kindertagesstättenbetreuung in Laboe werden derzeit nicht erhöht. Dafür haben sich die Mitglieder des Laboer Ausschusses für Bildung, Soziales, Kultur und Sport in ihrer jüngsten Sitzung mehrheitlich ausgesprochen. Allerdings sollen die Beiträge der Eltern spätestens im Herbst erneut beraten werden, wenn die Höhe der Landesförderung feststeht.  Dies sei vermutlich bis Mitte des Jahres der Fall, erklärte Jürgen Dräbing vom Amt Probstei. Gegenwärtig könne er nur sagen, dass sich das Land stärker finanziell beteiligen werde, aber keine Zahlen nenne.  Die Vertreter der SPD-Fraktion stimmten gegen diese Entscheidung. Denn für sie komme eine Erhöhung der Elternbeiträge und damit eine erneute Mehrbelastung der Eltern nicht infrage. „Frühkindliche Bildung muss genauso kostenfrei sein wie die Schulbildung“, erklärte Tobias Slenczek (SPD).  Zum jetzigen Zeitpunkt sehen auch alle anderen Fraktionen keine Notwendigkeit, die Elternanteile zu erhöhen. Dennoch sehe die CDU so etwas wie eine „Zwickmühle“, sagte Günther Petrowski. Er regte an, die Entscheidung über die Berechnung nicht zu weit wegzuschieben. Der Ausschuss solle nach der Kommunalwahl sehr schnell zu diesem Thema tagen, auf jeden Fall vor dem 1. August, um erneut zu entscheiden. Jürgen Dräbing wies darauf hin, dass die geplante Neustrukturierung der Kita-Gebühren nicht vor 2019/2020 vorliegen werde. Außerdem sei die Gemeinde nicht an den 1. August als Beginn des Kita-Jahres gebunden, eine Beitragsregelung könne es auch zu anderen Zeitpunkten geben. Auch die LWG betonte, sobald aussagekräftige Zahlen der Landeszuschüsse vorlägen, solle der Ausschuss das Thema wieder aufgreifen.  Ausschussvorsitzender Volkmar Heller informierte über die Sitzungen des Arbeitskreises „Haus I“. Er betonte, dass die Beratungen inzwischen weit über den eigentlichen Auftrag hinaus gegangen seien und der Arbeitskreis nach der Kommunalwahl das Thema komplexer angehen solle. Zur Erinnerung: Als das alte Schulhaus abgerissen worden war, hatte sich ein Arbeitskreis gebildet, der über die Verwendung des Geländes beraten sollte. Dazu kam dann auch die Überlegung, ob und wie das ehemalige Polizeigebäude sowie das Außengelände genutzt werden könne. Klar wurde sehr schnell, dass die Schule, insbesondere die Offene Ganztagsschule einen erhöhten Raumbedarf hat. Derzeit zählt der Arbeitskreis 17 Mitglieder, anwesend seien bei Sitzungen etwa drei bis vier Leute, sagte Heller. Er riet, der Arbeitskreis sollte weiter arbeiten und interfraktionell besetzt werden. „Vor allem sollte er kontinuierlich arbeiten“, sagte Heller. 

 

Quelle: Kieler Nachrichten

 

Zurück