Unterstützung für die „Berlin“ in Laboe

Der Rumpf des neuen Rettungsbootes für Schilksee wird in Rostock auf der Tamsen Werft geschweißt. Die "SRB 73" (links) kommt 2019 nach Schilksee

Rostock/Laboe. Vor einem Jahr wurde die neue „Berlin“ in Laboe stationiert. Im Januar folgt nun ein weiterer Neubau der Seenotretter an die Kieler Förde. In Schilksee wird dann ein neues Seenotrettungsboot stationiert. Zusammen mit der hauptamtlichen Crew der „Berlin“ sollen dann die 25 ehrenamtlichen Retter von Schilksee aus mit dem Neubau der 10-Meter-Klasse Menschen aus Seenot helfen. Die bislang in Schilksee stationierte „Walter Rose“ zieht nach Neustadt in Ostholstein um. „Das Boot wird dort zukünftig zur Ausbildung eingesetzt“, sagt Nicolaus Stadeler, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Der Neubau hat noch keinen Namen, jedoch einen Förderer: Der Bau des mehrere Millionen Euro teuren Aluminiums-Bootes wird durch den Nachlass des Verlegers und begeisterten Seglers Gerhard Elsner finanziert. „Mein Vater war Segler durch und durch. Er hat bis ins hohe Alter gesegelt und immer einen großen Respekt vor der Arbeit der Seenotretter gehabt“, sagt der Ingenieur Helmut Elsner, der in Berlin lebt. Nach seinem Tod nahm die Familie Kontakt mit den Seenotrettern auf und es entstand die Idee, das Geld für den Neubau des Schilkseer Bootes zu verwenden. „Meine Eltern waren sehr oft in Kiel und haben dort gern gesegelt“, sagt Elsner. Gestern folgte der erste Meilenstein beim Bau: die Kiellegung. In einer Halle der Rostocker Werft Tamsen Maritim war dafür die Mannschaft der Schilkseer Station um Vormann Hans-Jürgen Naumann versammelt. „Für uns ist das eine deutliche Verbesserung“, sagt Naumann. Die Navigationsausrüstung ist moderner, das Deck hat keine Stufen mehr und das Deckshaus ist noch geräumiger. „Das sind schon Vorteile“, freut sich der Vormann. Wie der Neubau heißen soll, ist noch geheim. „Das wird erst auf der ’boot’ verraten“, sagt Elsner. Bis zu der großen Wassersport–Messe im Januar trägt der Neubau nur die Kennung „SRB 73“. In Rostock auf der Tamsen-Werft liegt das Boot zusammen mit den Schwestern „SRB 72“ und „SRB 74“. Die „SRB 74“ wird von der Spende eines Hamburger Bürgers finanziert. Bei der Doppel-Kiellegung wurden gestern auch nach alter Schiffbautradition die Münzen im Rumpf verschweißt. Bei dem Boot für Schilksee übernahm Helmut Elsner diese Aufgabe. Sein im Dezember 2015 verstorbener Vater Gerhard Elsner hatte in seinem Testament verfügt, dass mit einem Teil des Erbes ein Seenotkreuzer gebaut werden soll. Bei der Suche nach der traditionellen Glücksmünze wurde Helmut Elsner in der Münzsammlung der Familie fündig. „Die 10-Euro-Münze zum 50-jährigen Jubiläum des Segelschulschiffes ’Gorch Fock’ ist für diese Aufgabe ideal. Mein Vater kannte den ehemaligen Kommandanten Immo von Schnurbein sehr gut“, erzählt Elsner.

Quelle: Kieler Nachrichten

 

Zurück