Kreisel-Bau kommt in Fahrt

Ralf Wauker (links) vom Tiefbauamt und Amtsdirektor Sönke Körber besichtigen den Ort des künftigen Laboer Kreisverkehrs. Über den wird die gesamte Erschließung des neuen Baugebiets am Ortseingang geführt.

Laboe. Die Bauarbeiten für den neuen Kreisverkehr in Laboe beginnen. Grund für die umfangreiche Baumaßnahme ist das neue Baugebiet am Ortseingang. Dort entstehen rund 180 Wohneinheiten mit Kita und Geschosswohnungsbau. Positive Folge des Kreisverkehrs: So kann die gesamte Erschließung des Baugebietes über den Kreisel erfolgen, die Wohngebiete Feldstraße und Schwanenweg werden entlastet. In den nächsten Wochen müssen Autofahrer dort mit Einschränkungen rechnen, Sperrungen wird es aber erst am Ende der Baumaßnahme geben. Den genauen Zeitraum konnte Amtsdirektor Sönke Körber bei einem Ortstermin noch nicht nennen. In den Wohngebieten war die Sorge groß, als die ersten Beratungen zum Neubaugebiet Krützkrög vor zwei Jahren begannen. Die Kreisel-Lösung dient nun dazu, den Verkehr nicht nur für die Erschließung, sondern auch nach Fertigstellung zu entzerren. Wie Amtsdirektor Sönke Körber und Tiefbaufachmann Ralf Wauker vom Amt Probstei erklärten, werde der Bau des Kreisverkehrs etwa fünf Monate dauern. Der Kreisel hat einen Durchmesser von 32 Metern. Ob und wie er gestaltet werden soll, liegt in der Entscheidung der Gemeinde. Gebaut wird nun in drei Phasen. Im ersten Abschnitt soll die eine Hälfte des Kreisels angelegt werden. Um dafür die Arbeiten möglichst reibungslos zu gewährleisten, müsse in den Verkehr eingegriffen werden, wie zum Beispiel mit Geschwindigkeitsreduzierungen, so Körber. Des Weiteren werde von der Mittelinsel eine Ausweichstrecke angelegt, um den Verkehr aus Laboe heraus in Richtung Brodersdorf und B 502 abzuleiten, erläuterte der Amtsdirektor. Eine weitere Ausweichtrasse werde aus Richtung Stein kommend angelegt, sodass die Bauarbeiten für die erste Kreishälfte frei von Verkehr gehalten werden. Lediglich das Abbiegen aus Laboe nach links in Richtung Stein werde nicht möglich sein. Wer also aus Laboe nach Stein will, muss die Ausfahrt über den Steiner Weg nutzen. Auch an die Radfahrer und Fußgänger ist gedacht. Der kombinierte Rad- und Gehweg werde auf der Laboer Seite bis an den Knick heran verschwenkt, die Bedarfsampel einige Meter in Richtung Stein versetzt, so Körber. Nach Fertigstellung des Kreisels gibt es dort keine Ampel mehr. „Der Radfahrer- und Fußgängerverkehr wird dann entsprechend um den Kreisel herumgeführt“, erklärte Ralf Wauker vom Tiefbauamt. In der ersten und zweiten Phase werde es aufgrund dieser Verkehrsführung und Behelfsmaßnahmen keine Sperrungen geben. Gleichwohl sei aufgrund des Verkehrsaufkommens zu Saisonbeginn mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen, räumte der Amtsdirektor ein. Erst in der dritten Phase, wenn das letzte Viertel des Kreisverkehrs in Angriff genommen werde, müsse man teilweise Straßen sperren. „Da kommen wir nicht drum herum.“ Wann dies der Fall sein werde, könne man jetzt noch nicht sagen, so Körber weiter. Sein Appell: Wer in den nächsten Wochen nicht unbedingt in den Ort Laboe hinein muss, sollte über die Kreisstraße geradeaus nach Stein fahren.

Quelle: Kieler Nachrichten

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