Laboe ist erste Station bei Greenpeace-Tour

Das Greenpeace-Schiff "Beluga II" lädt am Wochenende zum Open Ship in Laboe ein. an Bord informieren Mitarbeiter und eine Ausstellung über die Antarktis. Foto: FB

 

LABOE. Über den Lebensraum Antarktis und dessen aktuelle Bedrohung informiert Greenpeace während einer Tour der „Beluga II“ entlang der deutschen Ostseeküste. Erste Station ist am Sonnabend, 9., und Sonntag, 10. Juni, Laboe, wo Besucher an der Hafenmole zum Open Ship geladen sind. Das Greenpeace-Schiff „Beluga II“ startet am Donnerstag, 7. Juni, von Hamburg aus und legt während der Kampagne in zehn Häfen an. An Bord informiert eine Ausstellung über den einzigartigen Lebensraum im Südpolarmeer, dem sich eine Greenpeace-Expedition zu Beginn des Jahres widmete. Besucher erfahren mehr über die Bedrohung der Antarktis durch industrielle Fischerei, Klimawandel und Vermüllung. Mitarbeiter von Greenpeace bieten in Laboe an beiden Tagen jeweils von 10 bis 13 und 14 bis 19 Uhr Führungen über das Segelschiff vom Typ Klipperaak an und berichten über das Leben an Bord sowie die bisherigen Einsätze der „Beluga II“ für den Umweltschutz. Der Besuch ist kostenlos. Anlass für die Schiffstour ist die Greenpeace-Meereskampagne für ein Schutzgebiet im antarktischen Weddellmeer. Im Herbst entscheidet die Antarktis- Kommission CCAMLR auf Initiative der Bundesregierung über ein 1,8 Millionen Quadratkilometer großes Schutzgebiet. Wer sich mit Greenpeace für das Schutzgebiet einsetzen möchte, kann am Anleger die Petition an die Antarktis-Kommission unterzeichnen. „Fischerei-Trawler lauern darauf, die Heimat von Pinguinen, Walen und Robben als neues Beutegebiet zu erschließen. Sie haben es auf die Grundlage dieses empfindlichen Ökosystems abgesehen: den Krill – kleine krebsartige Tierchen, von denen sich Wale und zahlreiche andere antarktische Lebewesen ernähren“, heißt es in der Ankündigung von Greenpeace für die Kampagne. Wie ihre Vorgängerin ist die 33,3 Meter lange und 6,20 Meter breite „Beluga II“ nach dem weißen, delfinartigen Beluga- Wal benannt. 2004 hatte die alte „Beluga“ ausgedient und ging im Hamburger Hafen vor Anker. Daraufhin gab Greenpeace erstmals den Bau eines eigenen Schiffes in Auftrag. Sein geringer Tiefgang (1,80 Meter) und der am Boden abgeflachte Schiffskörper ermöglichen auch Fahrten durch Flachwasserzonen. Das Schiff hat einen erheblich größeren Aktionsradius als das alte Flussschiff „Beluga“ und kann unter Motor 1000 Seemeilen (rund 1850 Kilometer) zurücklegen, ohne zu tanken. Während auf der alten „Beluga“ das Labor fest installiert war, bietet das neue Schiff die Möglichkeit, einen 20-Fuß- Normcontainer unter Deck an Bord zu nehmen, der ein Labor beherbergen kann oder ein Kommunikationszentrum – je nachdem, was gerade gebraucht wird. Auf Infotouren wird der Laderaum als Ausstellungs- und Vortragsraum, aber auch für Filmvorführungen und Pressekonferenzen genutzt. chr 

Weitere Termine in Schleswig- Holstein: 12. bis 13. Juni Kappeln, 15. bis 17. Juni Schleswig, 19. bis 20. Juni Eckernförde, 22. bis 24. Juni Flensburg, 27. bis 28. Juni Lübeck, 30. Juni bis 1. Juli Neustadt. 

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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