Mit dem "Tugut" auf Heldenreise

Die Laboe Kinderbuchautorin Karen Nielsen entführt ihre Leser in das Reich der Fantasie. Aus der Zeichnung von Anett Schadowski entstehen die Lesezeichen passend zum Buch. Foto Astrid Schmidt

 

LABOE. Die Laboer Kinderbuchautorin Karen Nielsen bringt ihr drittes Buch heraus und stellt darin den „Tugut“ vor. Der Titel „Die Reise beginnt“ zeigt, dass dem ersten auch ein zweites Buch über den kleinen Waldbewohner Gustav folgt. Lesetermine für Teil eins plant die 51- Jährige für den Herbst in der Laboer Bücherei. Die Bücher werden auch in der Laboer Buchhandlung Elatus und über ihre Internetseite karen-nielsen.com erhältlich sein. Gustav ist ein klitzekleiner Waldbewohner, der eigentlich ein Antiheld ist. Doch durch viele unvorhersehbare Begebenheiten wird er ungewollt auf Heldenreise geschickt. Eine Rolle, in die der kleine Tugut hineinwächst und in der es ihm am Ende richtig gut tut. „Der Tugut tut gut“ – so steht es auf den zum Cover passenden Lesezeichen und das können auch die Leser und Vorleser des neuen Buches von Karen Nielsen in jeder Hinsicht bestätigen. Frech und witzig, humorvoll und dennoch mit der richtigen Portion Moral erzählt sie von den Gnolls, den Schrinns, den Gebirgs-Teenagern und allerlei Waldbewohnern. Sie wählte mit dem Titel ganz bewusst dieses Wortspiel (Gegenteil von dem Ausdruck Tunichtgut). „Ich möchte, dass Familien zusammen lachen und Spaß haben können. Und ich möchte das heimelige Gefühl vermitteln, das ich als Kind hatte, wenn meine Mutter mir die kleine Hexe vorgelesen hat“, erzählt Nielsen. Daran denke sie heute jedes Mal zurück, wenn sie im Winter durch den Laboer Kurpark spaziert, wie sie erzählt. Karen Nielsen hat selbst zwei Söhne, arbeitet als selbstständige Grafikerin und verbringt ihre knappe Freizeit seit einigen Jahren unter anderem mit dem Schreiben. Für Kinder. Denn das, so berichtet sie, bringe ihr den meisten Spaß. Auf große Resonanz stießen ihre ersten Veröffentlichungen über die Abenteuer der „Ostseebande“ im Baumhaus-Verlag. Doch dann legte sie, beruflich bedingt, eine Pause ein. „Der Tugut liegt schon seit 2014 in der Schublade“, gesteht sie. Den Anstoß, nun endlich an die Veröffentlichung zu gehen, gab ihr 14-jähriger Sohn Pit. „Was ist eigentlich aus dem Tugut geworden“, hatte er gefragt. Schließlich waren er und sein Bruder oft genug witzige Ideengeber, geduldige Ersthörer und umsichtige Berater, wenn es um die Kinderabenteuer ging. „Das Schwerste am Bücherschreiben ist, einen Verlag zu finden. Deshalb habe ich es nun über Self-Publishing im Tredition- Verlag veröffentlicht. Der hat mich als Autorin sehr unterstützt“, berichtet Karen Nielsen über ein neues Segment auf dem Buchmarkt. So hat sie sich mit ihrem Buchprojekt auch für den Self-Publisher-Preis 2019 beworben. asc 

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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