Volksfest bei den Seenotrettern

Rund um den Hafen gab es jede Menge Aktionen, Sehens- und Wissenswertes zu erleben. Die Fahrten mit dem Rettungsbooten waren der Höhepunkt des Programms. Fotos: Astrid Schmidt

 

LABOE. Trotz besten Strandwetters zog es gestern Tausende an den Laboer Hafen. Auf dem Vorfeld und im Hafen feierte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Laboe den „Tag der Seenotretter“ mit Besuchern und Einheimischen. Rund um den Hafen bot sich ihnen ein buntes Bild, das Volksfestcharakter vermittelte. Die Akteure hielten eine Mischung aus Wissens- und Sehenswertem wie Aktionen zu Lande und zu Wasser bereit. Besonderer Beliebtheit erfreuten sich dabei die Mitfahrgelegenheiten auf den Rettungsbooten. In langen Schlangen warteten die Gäste geduldig auf einen freien Platz an Bord. Doch bevor es aufs Schiff ging, hieß es Rettungswesten anlegen. Das galt auch für Jasper (5) und Kilian Boschmann (7). Die beiden Jungen waren mit Vater Nils nicht das erste Mal an Bord des Rettungsbootes und freuten sich auf die Fahrt auf der Kieler Förde. „Wir machen Urlaub in Hohenfelde und waren auch im vergangenen Jahr hier zum Tag der Seenotretter“, erzählte der Vater. Zu den begeisterten Passagieren gehörten auch die Schönbergerin Emily und die Urlauberin Alecsa (beide 14) sowie viele andere. Die DGzRS-Mitarbeiter Martin Burghof und Eduard Gindullis gehörten zu dem vielköpfigen Organisationsteam, das den Gästen geduldig Rede und Antwort stand. Einer, der seit Jahrzehnten Besuchern die Arbeit und den Alltag der Retter auf See nahe bringt, ist Rolf Wannags. Der ehrenamtliche Referent hatte dann auch alle Hände voll zu tun, das vielseitige Programm der Seenotretter zu kommentieren und zu erläutern. Ein Höhepunkt war die Rettung per Hubschrauber und das Zusammenwirken der einzelnen Einsatzkräfte von Marine, Seenotrettern und Feuerwehr. Die zeigte am Hafengelände ebenfalls ihre Fahrzeuge, einschließlich der ausgefahrenen Drehleiter. Großen Andrang verzeichnete auch Michael Müller, Vormann auf dem Seenotrettungskreuzer Berlin, und seine Crew. Doch nicht nur die großen Boote waren dicht umlagert, sondern auch die kleinen. Modellbauer zeigten die verschiedensten Kreuzer aus 120 Jahren DGzRS-Geschichte, aber auch die neue „Berlin“ war bereits zu sehen, wenn auch erst halb fertig, wie Gerd Lankhorst, ehrenamtlicher Mitarbeiter der DGzRS, sagte. Er baut derzeit mit Sohn Tim an dem Kreuzer im kleinen Maßstab, der in zwei Jahren fertig und auch fahrfähig sein soll, wie er ankündigte. VON ASTRID SCHMIDT

Quelle: Ostholsteiner Zeitung

 

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