Freya-Frahm-Haus improvisiert: Bilder aus Übersee stecken beim Zoll fest

Olaf Matzen (von links), Christa Heller und Astrid Krömer organisierten die erste deutsch-amerikanische Ausstellung im Freya-Frahm-Haus in Laboe

Laboe. Das hat es im Freya-Frahm-Haus in Laboe noch nicht gegeben: Eine Deutsch-amerikanische Ausstellung als internationales Kunstprojekt. Ein Jahr Vorlauf und Planung sind vergangen, heute um 18 Uhr wird die Bilderschau unter dem Titel „Colors of the wind“ eröffnet. Zu sehen sind Arbeiten von zwölf amerikanischen und 22 schleswig-holsteinischen Künstlern. Und auch wenn kurz vor der Eröffnung die ausgewählten Original-Bilder der texanischen Gäste noch im Zoll fest steckten, werden doch alle Motive zu sehen sein, versprach Christa Heller. Olaf Matzen, seit 2005 in Laboe zu Hause, war durch persönliche Kontakte an den Verein Freya-Frahm-Haus herangetreten mit der Idee, eine solche Ausstellung im Austausch mit dem Heard-Craig-Center for the Arts in McKinney Texas ein gemeinsames Projekt auf die Beine zu stellen. „Ich stieß bei den Damen gleich auf offenen Ohren“, erinnerte sich Matzen. Mit ihm übernahmen Christa Heller und Astrid Krömer die Regie des Projektes. Der erste Schritt war damit getan, doch dann folgte ein langer organisatorischer Weg. Die Rahmenbedingungen waren zu klären: Wie die Auswahl der teilnehmenden Künstler hüben und drüben vornehmen, zu welchem Thema soll gearbeitet werden, in welchem Format und viele andere Details waren zu klären. „Eine der größten Hürden ist der Zoll“, erklärte Matzen. So kam es denn auch, dass noch einen Tag vor der Eröffnung die Bilder der amerikanischen Künstler noch beim Zoll lagen. „Aber sie werden zu sehen sein – dann eben als Druck“, erklärte Christa Heller. Die Zahl der Bilder wurde auf jeweils 25 begrenzt. Die Auswahl der Maler, die sich mit jeweils zwei Bildern zum Thema „Color of the wind“ bewerben konnten, überließen die Organisatoren einer Jury aus vier namhaften Künstlern. So erhielten die Juroren Christiane Minkenberg, Claudia Kassner, Rolf-Rainer Maria Borchard und Jens Rassmus die eingesandten Bilder, die zuvor von den Organisatoren anonymisiert worden waren. „Wir wollten keine Bevorteilung“, erklärte Heller. Von amerikanischer Seite sind nun zwölf Künstler mit 23 Arbeiten zu sehen, von deutscher Seite haben 17 Künstler mit 25 Bildern den Sprung geschafft. Die Werke von 18 Künstlern werden im Anschluss nach Texas geschickt. Dort wird die gleiche Ausstellung, die in Laboe bis zum 19. August zu sehen ist, am 18. September eröffnet. Öffnungszeiten: freitags bis sonntags, 14.30 Uhr bis 18 Uhr.

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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