Elegantes Spektakel unter Segeln

Den wunderbaren Anblick der auslaufenden Klassiker genossen schon am Freitag viele Schaulustige im Laboer Hafen. Fotos: Frank Peter

Schöne Schiffe, so weit das Auge reicht: Rund 140 klassische Jachten sind in Laboe für die traditionellen German Classics zusammengekommen. Schärenkreuzer, Kreuzerjachten, Folkeboote und Zwölfer verleihen dem Laboer Hafen einmal mehr elegantes Flair. Und sportlich geht’s auch zur Sache. „Die Veranstaltung ist sehr liebenswert, die freundschaftliche Atmosphäre ist einmalig“, sagt Wettfahrtleiter Marcus Boehlich von der Segler-Vereinigung Altona-Oevelgönne in Hamburg, der sich zum elften Mal bei den German Classics um das sportliche Wohl der Teilnehmer kümmert. „Ich kenne kein anderes Event, das so ist wie dieses.“ Auf der Bahn hatte Boehlich mit dem flauen Wind und Regen zu kämpfen, brachte trotzdem zwei Kurzwettfahrten in der Strander Bucht in die Bücher und sorgte so für die perfekte Grundlage für einen launigen Abend mit Jazzmusik und Kaltgetränken im Hafen. Für Spaziergänger, Hafenbesucher und Schaulustige bietet schon das Auslaufen aus dem Hafen einen herrlichen Anblick. Die nächste Möglichkeit, das Schauspiel zu betrachten, bietet sich heute Vormittag gegen 10.30 Uhr, wenn sich die Crews der klassischen Schönheiten auf den Weg zur Langstrecke über den Stollergrund machen.  Mit dabei sind auch elf 12mR-Jachten, die bei den German Classics unter der Leitung von Hubert Miehe (Kieler Yacht-Club) gestern spezielle Wettfahrten auf einem eigenen Kurs austrugen: Die 30. Auflage der Traditionsregatta ist wie schon die Kiel-Trophy im Juli einer der Wegpunkte auf dem Weg zur Zwölfer-WM in den USA und somit bereits Teil der Weltmeisterschaft. Der punktbeste der insgesamt 28 Etappen der dreijährigen WM-Vorbereitungsserie in Europa und den USA wird in Newport/Rhode Island als „Waypoint Winner“ geehrt. Und so fahren die ehemaligen America’s-Cupper um „Trivia“, „Sphinx“ und Co. fleißig um Punkte, heute als Teil der Gesamt-Langstrecke für alle Klassiker. Fünf Jachten haben sich zudem um den „Restaurierungspreis 2018“ beworben, den in den vergangenen Jahren die liebevoll restaurierten „Peggy Bawn“, „Regina“, „Arvon“ und „Libelle Juna“ gewonnen hatten. Mit der Auszeichnung würdigt der Freundeskreis klassischer Yachten den Einsatz der Bootseigner für den Erhalt der Traditionssegler. Damit auch in Zukunft mehr als 500 Segler nach Laboe kommen, um beisammen zu sein, sich in entspannter Atmosphäre auszutauschen, über Hege und Pflege der Traditionssegler zu beraten. Und dem Kieler und Laboer Publikum einen echten Augenschmaus zu bieten.  

Quelle: Kieler Nachrichten

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