German Classics sorgen für vollen Hafen

Die klassischen Jachten, die im Hafen festmachten, ziehen neugierige Blicke auf sich. Foto: Johanna Ulrich

Sehr voll war der Hafen in Laboe am Wochenende. Anlässlich der 30. German Classics waren 140 klassische Jachten von Donnerstag bis Sonntag zu Gast, die auch Besucher anlockten. Initiator ist jedes Jahr der Freundeskreis Klassischer Yachten.  Aus ganz Norddeutschland und sogar aus Dänemark und Finnland waren Segler mit ihren meist selbst restaurierten Jachten angereist. Neben Regatten und kürzeren Wettfahrten in der Förde gab es für die Besucher an Land ein buntes Fest mit Livemusik, Modenschauen, kulinarischen Köstlichkeiten, guter Stimmung und natürlich den einzigartigen Jachten, die es zu bestaunen und bewundern galt. Das Programm und die Boote kamen gut an. Bemerkungen wie „Guck mal das Schiff da, das sieht ja auch klasse aus“ oder „Mensch, das ist ja der Wahnsinn, wie viele Jachten hier sind“, und viel Gelächter waren im ganzen Hafengebiet zu hören. Dieses Jahr waren sogar zwei Jachten dabei, die über hundert Jahre alt sind. Besonders stolz war Wilfried Horns vom Freundeskreis Klassischer Yachten auf die zwölf Meter langen Boote. „Es gab zwar immer mal welche, die dabei waren, aber dieses Jahr waren es gleich zehn Stück. Die sind schon beeindruckend“, erzählte der Holzjacht-Fan. Er selbst war zum 28. Mal dabei. „Dieses Jahr segle ich aber ausnahmsweise mal nicht mit“, sagte er. Das Team bestand neben Horns noch aus etwa zehn weiteren Ehrenämtlern, die sich für Restaurierung und Jachtsport-Geschichte interessieren. „Bei den German Classics geht es natürlich zunächst einmal um die Boote. Es ist aber auch schön, dass man sich trifft und wiedersieht. Auch Leute, die neu mit dieser Leidenschaft anfangen, können hier wunderbar Kontakte in die Szene knüpfen“, erklärte Horns. Eine spezielle Auszeichnung findet jedes Jahr mit dem Restaurierungspreis statt. Dabei wird eine Jacht nach ihrer historischen Bedeutung, des Umfangs der Restaurierung, der Originaltreue und der Eigenleistung des Besitzers von einer Jury bewertet. Dieses Jahr hat die „Elghi II“ gewonnen. Das Boot ist aus dem Jahr 1952 und wurde von 2014 bis 2018 restauriert. Mitmachen bei den German Classics kann jeder mit einer klassischen Holzbaujacht. „Die wurden bis etwa in die siebziger Jahre gebaut. Einige von denen, die heute hier sind, sind vor vielen Jahren auch schon bei der Kieler Woche oder sogar bei den Olympischen Spielen mitgesegelt“, schwärmte Horns. Die ehemalige „Peter von Danzig“, die heute „Peter von Seestermühe“ heißt, habe beispielsweise 1936 am Atlantikrennen teilgenommen.  

 

Quelle: Kieler Nachrichten

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