Förderverein Hallenbad Laboe macht Druck

Auch vier Jahre nach dem ersten Bürgerentscheid ist die Zukunft der Schwimmhalle ungeklärt. Foto: Ulf Dahl/Archiv

 

LABOE. Den ersten Jahrestag des zweiten Bürgerentscheids für den Erhalt der Meerwasserschwimmhalle Laboe hat der Förderverein zum Anlass genommen, erneut auf eine Lösung zu drängen. Am 24. September 2017 hatte wie schon beim ersten Bürgerentscheid 2014 auch beim zweiten Bürgerentscheid eine Mehrheit für den Erhalt gestimmt. Statt eine Konzeption dafür zu entwickeln, drohe der Auftrag der Bürger nun „im parteipolitischen Gezänk unter Druck der Amtsdirektoren zerfleddert zu werden“. Wie berichtet, hatte die Gemeindevertretung Ende August einen kurz zuvor vom Werkausschuss gefassten Beschluss wieder aufgehoben. Weil der so verstanden worden war, dass Laboe einen Alleingang wolle, hatten die Amtsdirektoren gedroht, ihre Mitarbeit an einer Schwimmhallenversorgung für die Region einzustellen. Daraufhin sprach sich die Gemeindevertretung erneut für einen ämterübergreifenden Zweckverband aus, der ein Angebot in der gesamten Region sicherstellen soll. Nach Einschätzung des Fördervereins spricht sich das Gutachten zur Schwimmhallenversorgung nicht klar für einen neuen Standort aus. Es könne Laboe als jahrzehntelanger Träger der Halle „nicht verwehrt werden, unter Berücksichtigung der touristischen Belange der Region und mit Beteiligung der Bürger konzeptionelle Vorschläge zu erarbeiten und diese übergemeindlich zu diskutieren“, erklärt der Förderverein. Die Amtsdirektoren sollten weiterhin an einem Zweckverband mitarbeiten, meint der Förderverein – über die Standortfrage sei dann aber auch nach touristischen Gesichtspunkten zu entscheiden und dabei sollte die Stadt Kiel in die Gespräche einbezogen werden. Der Einzugsbereich einer Schwimmhalle für die gesamte Ostuferregion der Förde umfasse auch Kieler Stadtrandbereiche nördlich der Schwentine. „Wir hoffen sehr, dass unter Einbeziehung dieser Gesichtspunkte das bevorstehende letzte Jahr des Bürgerentscheids für eine wirklich tragfähige Lösung genutzt wird“, erklärt der Förderverein. Von Thomas Christiansen 

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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