Rundgang durch Laboe

Der Rundgang beginnt am Hafen Baltic Bay und führt Sie zum Naturerlebnisraum. Von dort aus geht es dann auf der Strandpromenade zurück Richtung Hafen. Die eingezeichnete Strecke im Ortsplan finden Sie HIER

Ein Streifzug durch Laboe

Hafen

 

Die Mixtur aus historischen Hafen und moderner Marina  mit allen Komfort, lassen den Seglern oft die „Qual der Wahl“. Immerhin zählt Laboe zu den schönsten Häfen der Kieler Förde und ist beliebter Treffpunkt für Segler und Se(h)eleute. Durch die Nähe zur „Dänischen Südsee“, den N-O-K  als direkte Verbindung zur Nordsee und die Kieler Förde direkt vor der Haustür, lassen sich Tagestörns ohne Probleme und ganz entspannt starten. Die Laboer Häfen bieten mehr als 750 Booten ein Zuhause. Die zahlreichen maritimen Veranstaltungen im Hafenbereich bringen einem die Hafenstimmung noch näher. Von hier aus können Sie zum Hochseeangeln, zum Nord – Ostsee – Kanal, diverse Ausflugsfahrten oder mit dem Fördedampfer über die Kieler Förde zur Landeshauptstadt Kiel fahren.

 

Mühle

 

Das eigentliche Wahrzeichen Laboes, die Mühle, dreht seit 1872 ihre Flügel. Der Müllermeister Merz hatte sie vom Flügelbauer Mai errichten lassen. 1904 brannte die Mühle ab, 1906 neu erbaut, 1914 wiederum abgebrannt (aus strategischen Gründen) und 1923 von Müller W. Thiessen nochmals aufgebaut. Nach Nutzung als Gaststätte ist sie heute im Besitz des angrenzenden Altersheims und kann nur von außen besichtigt werden.

 

Oberdorf

 

Laboe ist einer breiten Öffentlichkeit vor allem durch das Marine - Ehrenmal und als schönes Ostseebad bekannt.  Das Laboe mit seinem Oberdorf in seiner Grundstruktur als Anlage eines Runddorfes angelegt wurde, dürfte nur wenigen Kundigen bekannt sein. Die Entstehungszeit dieses einst für die Landschaft der Probstei typischen Angerdorfes reicht weit in das Mittelalter zurück. In einer wissenschaftlichen Untersuchung über die Fachwerkbauten dieser Region wird nachgewiesen, dass drei Hauptbauten des Oberdorfes ihr aus dem 16. Jahrhundert stammendes Kerngerüst erhalten haben. zum Großen Teil erhalten. Den historischen Rundgang des Oberdorfes finden Sie am Ende des Textes als PDF Datei.

 

Kurpark

 

Wem es am Strand mal zu windig ist oder zu trubelig wird, der hat in Laboe einen hervorragenden Platz, um sich auch im Grünen auszuspannen – den Kurpark. Nur wenige Schritte vom Strand entfernt, befindet sich zwischen Wiesenweg und Katzbek ein kleiner Schatz, der unbedingt entdeckt werden will. Aber auch Aktivitäten sind im Park willkommen: Der Spielplatz lädt Kinder zum Toben ein, die Familie testet ihr „Handicap“ beim Minigolf, die große Wiese lädt zum Wikingerschach ein (Ausleihe am Minigolfplatz) und im Sommer wird im Park „Heigeln“, eine Art Freiluftgymnastik angeboten.

 

Urlaub bei uns an der Ostseeküste heißt auch „platt Snacker“ hören. In Laboe haben wir dafür sogar ein eigenes Theater mit „Ohnsorg-Flair“ – das Lachmöwen-Theater am Kurpark. Das Gebäude des ehemaligen Kindergartens wurde zum Theater umgebaut und um ein Foyer erweitert. 2011 erfolgte eine Neugestaltung mit original „Ohnsorg-Ambiente“, denn dem Umzug des Ohnsorg-Theaters in Hamburg ist es zu verdanken, dass die Besucher in Laboe nun auf den original Theatersitzen des bundesweit bekanntesten Plattdüütsch-Theaters sitzen können. Gleiches gilt auch für den Bühnenvorhang und sogar die Bühnenbretter, auf denen schon Heidi Kabel und Henry Vahl die Gäste des Hamburger Ohnsorg-Theaters zum Lachen brachten.

 

Marine-Ehrenmal

 

Der Delegiertentag des Deutschen Marinebundes fasste am 06. Juli 1925 den Beschluss für die gefallenen Kameraden ein Ehrenmal zu erbauen. Grundidee zum Bau des Marine – Ehrenmals, das in seiner Größe und Gestaltung einmalig ist, ging von Wilhelm Lammertz (Obermaat d. Kaiserlichen Marine) aus. Am 08. August 1927 fand die Grundsteinlegung des 72 m hohen Turms durch Admiral Scheer statt. Die Einweihung der Gedenkstätte fand am 30. Mai 1936 statt. Über 341 Stufen – oder mit dem Fahrstuhl - gelangt man auf den Turm und hat einen kilometerweiten Ausblick, bei klarer Sicht sogar bis Dänemark.

 

Technisches Museum U-995

 

Das Boot U-995 wurde am 16. September 1943 bei Blohm & Voss, in Hamburg, erbaut. Am 25. April 1944 lief es nach Norwegen zum Einsatz ins Eismeer aus. U-995 wurde nach dem Krieg den Norwegern überlassen, die das Boot unter den Namen “Kaura“ in Dienst gestellt haben. Später wurde es der Bundesmarine zurückgegeben und mit deren Einverständnis als technisches Museum am 13. März 1972 vor dem Marine – Ehrenmal in Laboe aufgestellt. Eigentümer ist der Deutsche Marinebund.

 

Meeresbiologische Station im Naturerlebnisraum

 

In jüngerer Zeit, 1998, folgte die Einrichtung einer Meeresbiologischen Station auf dem Gelände des alten Campingplatzes. Die private Station bietet seit Mai 1999 dem Publikum die einzigartige Möglichkeit, einen tiefgreifenden Einblick in die Unterwasserwelt der Ostsee zu erhalten. Wissen Sie, warum die Scholle beide Augen auf einer Körperseite trägt? Was frisst ein Seestern und können Muscheln schwimmen? Dies sind nur einige der vielen interessanten Aspekte, die Ihnen während einer Führung von Meeresbiologen erklärt wird. Die Meeresbiologische Station betreibt auch eine Forschungsbarkasse im Laboer Hafen, mit der es interessante Ausfahrten für klein und groß gibt.

Das Besondere an diesem Naturerlebnisraum sind seine Entstehung und seine ständigen landschaftlichen Veränderungen durch die ungestörte Wirkung von Wind und Wellen. Bis auf einen schmalen Strandstreifen vor einer Kliffkante war hier vor 40 Jahren nur Wasser. Innerhalb weniger Jahrzehnte hat sich hier eine Dünenlandschaft herausgebildet, die ab Anfang der achtziger Jahre bis 1991 als Campingplatz genutzt wurde. Von dieser Campingplatznutzung sind noch der Hauptweg und das ehemalige Sanitärgebäude erhalten, das umgebaut wurde und heute als „Meeresbiologische Station“ genutzt wird. Mit Feldsteinen gesäumte Sandpfade führen durch das Gelände, in dem einige Informationstafeln Wissenswertes zur Vogelwelt, möglichen Strandfunden oder zur Entstehungsgeschichte dieser Küstenlandschaften läutern. In der Saison können Besucher regelmäßig die Besonderheiten dieses Naturerlebnisraumes bei fachkundigen Führungen entdecken.

 

Meerwasserschwimmhalle

 

Unsere Meerwasserschwimmhalle ist Laboes größte Freizeiteinrichtung. Ob Schwimmen im großen Becken, Spaß haben auf der Rutsche, mit den Kleinsten im Kinderbecken spielen oder die Seele baumeln lassen in der Saunalandschaft - bei uns kommt jeder auf seine Kosten. Genießen Sie von der „RELAX“-Empore einen ungetrübten Blick auf die Ostsee. Ein übersichtliches Familien- und Wellnessbad, wunderschön am Ostseestrand gelegen und im Vergleich zu großen Spaßbädern ein günstiges Vergnügen. Wie kommt das Meerwasser ins Hallenbad Laboe? Aus zwei 380 m langen Kunststoffrohen wird aus 10 m Tiefe der Kieler Förde Meerwasser angesaugt. Das Wasser wird in einen Vorratsbehälter in Maschinenraum geleitet und von dort je nach Badebetrieb ins Schwimmbecken gepumpt. Zwei Pumpen saugen Tag und Nacht das Wasser aus dem Schwimmbecken und drücken es durch zwei 3 m hohe Filter, die jeweils mit ca. 10 Tonnen Filterkies gefüllt sind. So gereinigt wird es wieder auf die genau eingestellte Temperatur erwärmt. Gereinigt und warm fließt es dann ins Schwimmbecken zurück.

 

Freya-Frahm-Haus

 

Die Strandstraße 15 ist spätestens seit 2010 jedem Laboer ein Begriff und jeder Besucher hat wohl schon einmal staunend vor diesem Haus gestanden. Es handelt sich um das Haus, welches Gustav Lage, der Großvater von Freya Frahm im Jahre 1896 erbaut hat. 2010 verstarb Freya Frahm als letzte Angehörige. Um das Haus wieder mit Leben zu füllen, vererbte sie es der Gemeinde Laboe, mit dem testamentarischen Wunsch, dort ein Haus der Begegnung für die Öffentlichkeit zu schaffen. Zusätzlich hinterließ sie eine beträchtliche Summe für Restaurierungen und Instandhaltung sowie für den Unterhalt ihres Hauses. Aktuelles rund um das Freya-Frahm-Haus finden Sie unter: http://www.freya-frahm-haus.de

 

(alte) Lesehalle

 

Die erste Laboer Lesehalle wurde 1924/25 erbaut und war die erste Kureinrichtung im Ort. Die ehemalige Lesehalle, direkt an der Strandpromenade mit einem 180° Ausblick auf die Kieler Förde, beherbergt im Untergeschoss eine Tapas-Bar mit großer Aussenterrasse. In der Saison finden im Obergeschoss regelmäßige Veranstaltungen statt. Unter anderem Figuren- und Puppentheater, Dia Vorträge, Lesungen, kleine Konzerte, Hochzeiten u. v. m.

 

Musikmuschel

 

Direkt am Strand vor der Kullise vorbeifahrender Schiffe aus aller Welt tragen hier Chöre ihre Lieder vor oder treten am Sonntag Orchester bei den beliebten Promenadenkonzerten auf. Aber auch Oldies, Rock, Schlager, Shanties, Pop und Country & Westernmusik gehören zum Veranstaltungsangebot.

 

Rosengarten

 

Der Rosengarten liegt direkt am Strand und am Hafen. Diese Fläche wird für unsere Großveranstaltungen genutzt und fasziniert unsere Besucher immer wieder. Ein Weinfest oder Kunsthandwerkermarkt mit Blick auf die Kieler Förde ist ja nicht grade alltäglich.



Historischer Spaziergang durch Laboe

historisches Oberdorf (251,5 KiB)